Softwaresysteme und Wissenstechnologien

Softwaresysteme sind die Innovationstreiber in fast allen Wirtschaftszweigen. Sie bestimmen maßgeblich die Wertschöpfung von Produkten, Fertigungs- und Geschäftsprozessen. Deutsche Unternehmen erzielen bereits heute mit innovativen Softwarelösungen einen Konkurrenzvorsprung auf den internationalen Märkten. Diesen Wettbewerbsvorteil gilt es zu halten und auszubauen sowie durch neue Aspekte in unserer Wissensgesellschaft zu verstärken. Bei der Gestaltung der Wissensgesellschaft kommt einem schnellen transparenten und sicheren Zugang zu verteiltem Wissen hohe Bedeutung zu. Weltweit wird mit Hochdruck an einer stetigen Verkürzung wissenschaftlicher Erkenntnis- und Innovationszyklen gearbeitet. Eine wesentliche Rolle spielen dabei Wissenstechnologien und speziell der Wandel des weltumspannenden Webs zu einem auch semantisch erschließbaren Netz des Wissens (Semantic Web). Innovative Wissenstechnologien werden es Computern ermöglichen, Daten aus der riesigen Menge elektronischer Informationen in ihren inhaltlichen Bezügen zu interpretieren und dem Menschen sinngerecht zu präsentieren. Sie verknüpfen Informationen logisch miteinander, speichern sie und machen sie in unterschiedlichen Kontexten verfügbar. Die Erzeugung und Verteilung von Wissen werden künftig eine vorrangige Bedeutung in der Wertschöpfung von Produkten haben und eine tragende Rolle im gesellschaftlichen Bewusstsein einnehmen.
 

Strategie

Aufbauend auf den Erfolgen des Programms IT-Forschung 2006 wird im neuen Forschungsprogramm IKT 2020 eine Strategie verfolgt, die mit Blick auf Praxis und Anwendungen bereits vorhandene Stärken bei innovativen Softwarelösungen unterstützt und die vorwettbewerbliche FuE von Schlüsseltechnologien mit marktrelevanter Hebelwirkung versieht. Die Förderung im Bereich der Softwaresysteme soll die wissenschaftlich/technische Basis der deutschen Informatikforschung stärken sowie den Transfer neuer Erkenntnisse aus der Forschung in die Wirtschaft beschleunigen. Sie soll grundlegende Beiträge zum Ausbau wissensintensiver Wirtschaftszweige und Dienstleistungen erbringen und damit mittel- und langfristig zur Schaffung neuer High-Tech-Arbeitsplätze in Deutschland beitragen.

Evaluation

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat das BMBF damit beauftragt, im Haushaltstitel "Softwaresysteme; Wissenstechnologien" eine unabhängige Evaluation der förderprogrammatisch neuen Maßnahmen bis zum Februar 2010 durchzuführen.

Das BMBF hat nach einem Ausschreibungsverfahren die Prognos AG mit der Evaluation beauftragt. Weitere Details zum Evaluierungsteam finden Sie hier.



Fördermaßnahme KMU-innovativ

  • Forschung

    KMU-innovativ: IKT

    Ziel der Maßnahme im Rahmen des Förderprogramms IKT 2020 - Forschung für Innovationen" ist es, das Innovationspotenzial von kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich der Spitzenforschung zu stärken.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1914.php)

Förderschwerpunkte

  • Forschung

    Software Engineering

    Vor allem im Automobil- und Anlagenbau sowie in neuen Bereichen in der Medizin- und Betreuungstechnik, im Umweltschutz und in der Nanotechnologie wird der Softwareanteil immer größer, komplexer und für die Wertschöpfung immer wichtiger.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1858.php)
  • Forschung

    Embedded Systems

    Softwareintensive Embedded Systems spielen in Hightech-Produkten wie Fahrzeugen, Flugzeugen, in der Robotik, in der Haushaltstechnik, in der Medizintechnik und vielen anderen Anwendungsgebieten des täglichen Lebens eine zentrale Rolle.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1852.php)
  • Forschung

    Grid-Anwendungen und -infrastruktur

    Die Erweiterung des Internet um die Grid-Ressourcen wird zukünftig allen den Zugriff auf die Rechnerleistung großer Computer und auf die internationalen Daten- und Wissensbanken ermöglichen.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1854.php)
  • Forschung

    Mensch Technik Interaktion

    Entwickelt werden Technologien, die die Information und Kommunikation des Menschen mit IT-Systemen auf vielfältige Weise ermöglichen, z. B. über Sprache, Gestik, Mimik und Haptik.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1862.php)
  • Forschung

    Sicherheit und Zuverlässigkeit

    Die Entwicklung von Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass immer mehr Elektronik in allen Bereichen des täglichen Leben eingesetzt und akzeptiert wird.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1860.php)
  • Forschung

    Virtuelle und Erweiterte Realität

    Indem Daten in solcher Weise aufbereitet werden, dass virtuelle Objekte generiert und visualisiert werden, können Produkt- bzw. Prozessinformationen sehr viel direkter genutzt werden.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1856.php)
  • Forschung

    Internet der Dinge

    Der Begriff "Internet der Dinge" bedeutet im Allgemeinen, dass Alltagsgegenstände, mit Computerprozessoren ausgestattet, untereinander und mit Rechnersystemen über Internettechnologien kommunizieren können.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1948.php)
  • Forschung

    Höchstleistungsrechnen

    Durch die Optimierung der Software werden höhere Präzision, Visualisierungsqualität und Geschwindigkeit möglich. Damit liefern solche Simulationen immer schneller und realitätsnaher die von Wissenschaft und Wirtschaft z. B. in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Gesundheit und Produktentwicklung benötigten Modelle.
    [mehr] (URL: http://www.pt-it.pt-dlr.de/de/1864.php)

ANSPRECHPARTNER

Dr. Ursula Grote 
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)
Projektträger im DLR
Softwaresysteme und Wissenstechnologien
Rutherfordstr. 2
12489 Berlin

030 67055-741
030 67055-742
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