Eibone

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Erforschung und Entwicklung von Grundlagen für ein effizientes, robustes und zuverlässige Kommunikationsnetz, mit dem die Bandbreiten- und Diensteanforderungen der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts erfüllt werden können. Die Herausforderungen und Forschungsschwerpunkte von Eibone sind auf das Backbone, d.h. das Kern- und Metronetz, eines zukünftigen Breitbandkommunikationsnetzes konzentriert. Der Begriff Kernnetz bezieht sich dabei auf Weitverkehrssysteme (Ultra-long-Haul, ULH>1500 km, international; Long-Haul, LH 500-1500 km, national) und auf Regionalnetze (ca. 600 km).

Im Rahmen von EIBONE sollen zur Verbesserung der generellen Effizienz der Transportnetze Methoden und Architekturen anhand von integrierten Verkehrsmodellen untersucht werden. Über die bisherige Erforschung und Entwicklung sehr breitbandiger hochkapazitiver optischer Übertragungssysteme für das Kern- und Metronetz hinaus stehen jetzt die Netzaspekte in den unteren 3 Netzschichten der Transportebene wie auch in der Steuerungs- und der Managementebene im Fokus. Grundsätzliches Ziel dieser Aktivitäten ist es, Netztechniken zu erforschen und zu entwickeln, die eine drastische Kostensenkung des Informationstransports ermöglichen.

Die heutigen vermittlungstechnischen Einrichtungen nutzen feste Bandbreiten, die durch die Übertragungssysteme vorgegeben werden. In diesen Systemen findet keine Interaktion zwischen der Übertragungs- und Vermittlungstechnik statt, obwohl auch die Übertragungstechnik über Schaltfunktionalität verfügt. Die vermittelnde Instanz kann somit mögliche Flexibilitätseigenschaften des Übertragungsnetzes nicht nutzen; die Ressourcen des Kommunikationsnetzes werden somit nicht optimal genutzt. Diese Bandbreite flexibel und effizient für zukünftige Netzanforderungen verfügbar zu machen, ist ein Teilthema von Eibone.

Eine weiteres Teilthema resultiert aus dem Umbruch in den Anwendungsprofilen: Die reine Telefonie rückt bzgl. des Verkehrsaufkommens mehr und mehr in den Hintergrund, die neuen datenzentrierten Dienste bestimmenden den stark steigenden Bandbreitebedarf. Der Lösungsansatz "All-IP-Netz" Ansatz erwies sich jedoch hinsichtlich Skalierbarkeit, Vermeidung von lokalen Überlastzuständen sowie garantierter Dienstgüte als problematisch und erfordert weitere Untersuchungen.

Im Hinblick auf eine Reduktion der hohen Kosten für optische Systeme, sollen dabei besonders modulare Lösungen für die Netzinstallation sowie einen robusten und zuverlässigen Netzbetrieb mit einer Reduktion der Betriebskosten und einer optimalen Nutzung der verfügbaren Netzressourcen betrachtet werden. Dazu ist eine dynamische Rekonfiguration der Netze und das Vorhalten von Kapazitäten für Fehlerfälle zur Wiederherstellung von Verbindungen nach Ausfällen erforderlich. Besonders betrachtet werden sollen in EIBONE Sicherheitsaspekte, d. h. vor allem die Ausfallsicherheit im Falle einer Störung durch innere oder äußere Ereignisse. Als roter Faden zieht sich das Thema robuste Ende-zu-Ende-Übertragung durch fast alle Arbeitspakete von EIBONE. Für die optimale Gestaltung der Netze sowie zu deren Inbetriebnahme und Unterhaltung werden entsprechende Design- und Planungstools erarbeitet.

Kurz zusammengefasst lassen sich die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte für EIBONE wie folgt darstellen:

  1. Erforschung und Entwicklung von skalierbaren und sicheren Netzarchitekturen für das Netz der Zukunft unter Einbeziehung von optischen Techniken und Layer 2 Lösungen,
  2. Erforschung und Entwicklung von Systemlösungen für kosteneffiziente, flexible und robuste Kern- und Metronetze
  3. Darstellung der erzielten Ergebnisse in Hardware- und Software-Prototypen für Demonstrationen.

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Fördervolumen

Finanzvolumen ca. 32,7 Mio. €
Fördervolumen rund 17,8 Mio. €

Projekte

18 Vorhaben, 10 Firmen, 5 davon kleine und mittlere Unternehmen, 2 Institute, 4 Hochschulen

Übersicht

Laufzeit

September 2005 bis August 2008

Ansprechpartner

  • Folkmar Nilkes

    • Telefonnummer: 02203 601-3462
    • E-Mail-Adresse: folkmar.nilkes@dlr.de
  • Dr. Bernd Vaupel

    • Telefonnummer: 02203 601-3860
    • E-Mail-Adresse: bernd.vaupel@dlr.de