Sicherheit in unsicheren Umgebungen, Neue Herausforderungen zum Schutz von IKT-Systemen und Eingebaute Sicherheit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beabsichtigt, die Forschung zur IT-Sicherheit in Deutschland weiter gezielt zu unterstützen und auszubauen. Zur Umsetzung des "Arbeitsprogramm IT-Sicherheitsforschung" durch die aktuelle Bekanntmachung wurden Themen der drei Forschungsschwerpunkte "Sicherheit in unsicheren Umgebungen", "Neue Herausforderungen zum Schutz von IKT-Systemen" sowie "Eingebaute Sicherheit" als dringlich identifiziert:
Sicherheit in unsicheren Umgebungen: Informationssicherheit in Sensorknoten
Eine Absicherung großer IKT-Umgebungen ist aufgrund der zunehmenden Komplexität de facto nicht mehr möglich. Insbesondere bei Industrieanlagen, beim Internet der Dinge, im Zusammenhang mit Smart Metering oder beim Ambient Assisted Living soll Sicherheit jedoch auch in unsicheren Umgebungen gewährleistet werden. Dabei stellen die begrenzten Energieressourcen und die vergleichsweise geringe Rechenkapazität der Sensorknoten besondere Herausforderungen dar.

Neue Herausforderungen zum Schutz von IKT-Systemen: Quantencomputer-resistente Sicherheitstechnologien
In den vergangenen Jahren hat es erhebliche Fortschritte bei der Grundlagenforschung zur Realisierbarkeit von Quantencomputern gegeben. Falls Quantencomputer in einer bestimmten Größenordnung technisch realisiert werden, können sie bestimmte Aufgaben um Größenordnungen effizienter erledigen als herkömmliche Computer und viele der zur zeit gängigen kryptographischen Algorithmen faktisch brechen.

Eingebaute Sicherheit: Sicherheitsaspekte bei FPGA und deren Einbettung
Ein wichtiger Baustein flexibler Komponenten in der IKT sind applikationsspezifisch programmierbare Schaltungen. Ihre Freiheitsgrade übertreffen die statischer Mikrochips bei weitem. Insbesondere bei sicherheitssensitiven Anwendungen muss jedoch gewährleistet werden, dass einzelne Funktionen sicher, dauerhaft und nachweisbar separiert implementiert sind. Dabei sind sowohl auf einem Chip integrierte wie auch über mehrere Chips verteilte und interagierende Komponenten zu untersuchen.

Die Frist zur Einreichung von Skizzen zu den dargestellten Themengebieten endet am 30. November 2011. Anschließend werden unter Beteiligung externer Gutachterinnen und Gutachtern die für eine Förderung geeigneten Projektideen ausgewählt.