SMOG - Schutz mobiler Endgeräte vor Angriffen über die Luftschnittstelle

Schutz von mobilen Endgeräten und v.a. von Mobiltelefonen vor Angriffen aus vorgetäuschten GSM- oder UMTS-Funkzellen
Bisherige Sicherheitsanalysen von Mobiltelefonen beschäftigen sich vor allem mit Problemen, die durch installierte Programme hervorgerufen werden, wie beispielsweise angreifbare Schwachstellen in Anwendungen für Kurznachrichten oder in Webbrowsern. Beim Schutz mobiler Endgeräte galt stets die Annahme, dass technische Komponenten für die eigentliche Übertragung von Daten innerhalb eines Mobilfunknetzes vertrauenswürdig sind, da ein Angreifer in der Regel keine Möglichkeiten zu einem so tiefgehenden Eingriff in das Netzwerk hatte. Entsprechend wurde die Absicherung des Telefons gegenüber möglichen Manipulationen auf dieser Ebene als weitgehend irrelevant angesehen. Durch die Entwicklung in den letzten Jahren besteht jedoch mittlerweile für einen Angreifer die Möglichkeit, mit geringem technischen und finanziellen Aufwand ein lokal begrenztes illegales GSM- oder UMTS-Funknetz aufzubauen, mit dessen Hilfe solche Angriffe auf mobile Geräte möglich sind.

Im Projekt SMOG werden die dringend gebotene Erforschung dieser neu entstandenen Risiken angegangen und entsprechende Testwerkzeuge und Gegenmaßnahmen entwickelt. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Betrachtung der Situation von handelsüblichen Mobiltelefonen. Es werden fertig verwendbare Softwarekomponenten für den Schutz vor Angriffen über Funknetzwerke entwickelt und als nachrüstbare Produkte für moderne Mobiltelefone mit leistungsfähigen Betriebssystemen angeboten.

 

Fördervolumen

Finanzvolumen insgesamt rund 600 Tsd. €
Fördervolumen ca. 300 Tsd. €

Projekte

Zwei Teilvorhaben mit zwei Unternehmen.

Übersicht

Laufzeit

September 2010 – August 2012

Forschungsthemen

  • Testsystem zur semi-automatischen Überprüfung von Mobilgeräten auf Sicherheitslücken in den Funkmodulen
  • Verwendbare Softwarekomponenten für den Schutz vor Angriffen über die Luftschnittstelle

Ansprechpartner

  • Dr. Matthias Barth

    • Telefonnummer: 02203 601-3407
    • E-Mail-Adresse: Matthias.Barth@dlr.de