4GTerminal

Basisplattform für kostengünstige Integration des zukünftigen Mobilfunkstandards LTE Advanced in einem Endgerät
Erforschung von Konzepten für eine modulare, flexible und skalierbare Basisplattform, die eine kostengünstige und effiziente Integration des zukünftigen Mobilfunkstandards LTE Advanced in einem Endgerät erlaubt

Jede neue Mobilfunkgeneration erhöht den Integrationsaufwand in mobilen Endgeräten sowie die Komplexität und Anforderungen an Stromverbrauch, Chipfläche und Taktraten. Zielstandard des Verbundvorhabens 4GTerminal ist mit LTE Advanced die vierte Mobilfunkgeneration.

Die Arbeiten in 4GTerminal haben zwei wesentliche Zielrichtungen: Zum einen die Weiterentwicklung von Systemkonzepten zur Verbesserung der spektralen Effizienz, der Erreichbarkeit und der Benutzerdatenrate entsprechend der aktuellen Ansätze in den Standardisierungsgremien von 3GPP; zum anderen die Erforschung von Empfängeralgorithmen bei Nutzung mehrerer Sende-/Empfangsantennen. Hierbei fließen Erfahrungen aus der Algorithmen- und Architekturentwicklung des BMBF-Förderprojekts EASY-C, das im Gegensatz zu 4GTerminal seinen Arbeitsschwerpunkt nicht auf der Endgeräte-, sondern auf der Basisstationsseite hat, unmittelbar ein.

Es ist geplant, die Vorhabensergebnisse durch die Lizenzierung von "Intellectual Property" an Endgerätehersteller, Systemlieferanten und Halbleiterhersteller zu verwerten. Für 2016 wird damit gerechnet, dass mindestens ein Drittel aller breitbandfähigen mobilen Endgeräte LTE-basiert sein werden. Zur Bedienung dieses riesigen Marktes und zur Senkung der eigenen FuE-Kosten sind große Systemhersteller bestrebt, hochspezialisierte Module-Provider in die Entwicklung einzubeziehen. Dass die Algorithmen und Architekturen in 4GTerminal eine realitätsnahe Testbettevaluation durchlaufen, wird die Erfolgschancen einer späteren Vermarktung des Chipdesigns steigern und zum Erhalt von Endgerätekompetenz am Standort Deutschland beitragen.

Fördervolumen

Finanzvolumen knapp 450 T€

Fördervolumen rd. 300 T€

Laufzeit

Januar 2010 - Juni 2011

Projekte

2 Vorhaben, darunter 1 KMU und eine Hochschule

Übersicht

Forschungsgebiete

  • Simulation und Testbettevaluation der Implementierung von LTE-Advanced in Terminals
  • Architekturanalyse und -bewertung von MIMO-Detektionsalgorithmen
  • Integrationsmöglichkeiten der MIMO- Detektoren in neue leistungsfähige Empfängerarchitekturen
  • Standardisierung der untersuchten Konzepte im Rahmen von 3GPP bzw. in implementierungsspezifischen Gremien

Links

Forschungsförderprogramm "IKT 2020"

Ansprechpartner

  • Dr. Matthias Barth

    • Telefonnummer: 02203 601-3407
    • E-Mail-Adresse: matthias.barth@dlr.de