Sicherheit in eingebetteten IP-basierten Systemen (SEIS)
Die sichere Verwendung des Internet Protokolls (IP) in der Vernetzung von Fahrzeugelektronik vereinfacht Wartung, Entwicklung und die Bereitstellung innovativer Funktionen für Fahrerassistenz.
Der Bereich des Automobilbaus ist durch ständige Innovationen geprägt. Ihre Umsetzung führt zu einer kontinuierlichen Steigerung der Anzahl erforderlicher elektronischer Steuergeräte und Kommunikationsbeziehungen innerhalb eines Fahrzeuges. Daraus resultiert eine zunehmende Komplexität der Netzwerke. Bereits heute werden für die Vernetzung der Steuergeräte innerhalb des Fahrzeugs bis zu fünf verschiedene digitale Vernetzungstechnologien gleichzeitig eingesetzt. Jede dieser Technologien benötigt spezielle Hardware und spezielle Protokolle, die nicht direkt miteinander kompatibel sind. Zusätzlich gewinnt die Einbindung von anderen Endgeräten wie Navigationsgeräten oder Smart Phones der Fahrzeuginsassen sowie die Verknüpfung mit anderen Netzwerken wie dem Internet zur Übermittlung von Serviceinformationen immer mehr an Bedeutung, was kurzfristig zu einer noch größeren Vielfalt verwendeter Vernetzungstechnologien führen wird.
Ziel des Verbundvorhabens "Sicherheit in eingebetteten Systemen (SEIS)" ist es, das Internet Protokoll als bewährten Standard für die Kommunikation zwischen eingebetteten Systemen im Fahrzeug zu übertragen. Es sollen die Grundlagen für die durchgehende Verwendung des Internet Protokolls (IP) in der Vernetzung von eingebetteten Systemen in Fahrzeugen gelegt werden. Dadurch werden die Voraussetzungen für zukünftige vernetzte Funktionen geschaffen, die weitere Fortschritte in Effizienz, Sicherheit und Robustheit ermöglichen. Ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Entwicklung einer umfassenden Sicherheitslösung für eingebettete Systeme, die den robusten Betrieb eines solchen Netzwerkes auch bei definierten Fehlern oder mutwilligen Angriffen von lokal eingebundenen Geräten als auch von entfernten Angreifern aus dem Internet garantiert.