EUREKA-Verbundprojekt AUTHONE (Autonomic Home Networking)

Es sollen innovative Lösungen für den Aufbau und Betrieb von Informations- und Automatisierungsnetzen im Heim-, Büro und Industrie-Umfeld bereitgestellt werden.
Zukünftige Netzinfrastrukturen insbesondere im Heimbereich werden sich durch eine Vielfalt unterschiedlicher Kommunikations- und Informationstechnologien auszeichnen die parallel zum Einsatz kommen. Die Komplexität wächst dabei stetig während die Beherrschbarkeit der verschiedenen Technologien und des Gesamtsystems durch den Nutzer abnimmt. Daher erarbeitet das Projekt Authone eine Architektur für Heimnetzwerke, die mit Hilfe autonom agierender und inter-agierender Komponenten zu einer weitgehenden Selbst-Konfiguration – auch in heterogenen Systemen - in der Lage ist.

Es sollen innovative Lösungen für den Aufbau und Betrieb von Informations- und Automatisierungsnetzen im Heim-, Büro und Industrie-Umfeld  entwickelt und bereitgestellt werden. Hierfür werden Prinzipien autonomer Netzwerke wie z. B. Selbst-Konfiguration, Selbst-Heilung, Selbst-Optimierung und Selbst-Schutz weiterentwickelt und eingesetzt. Auf der Basis der entwickelten Konzepte sollen neue innovative Lösungen entstehen, die den automatischen Betrieb von Heimnetzwerken gewährleisten und zu neuen und flexiblen Diensten für den Endnutzer führen. Hierbei werden einerseits unterschiedliche Netzwerktechnologien (z. B. Wi-Fi, Bluetooth, ZigBee, Ethernet, Powerline, Bussysteme) unterstützt und andererseits weitestgehend Internet-Technologien eingesetzt.

Durch die neuen benutzerfreundlichen Bedienkonzepte für die Steuerung von Heimnetzwerken wird es nicht nur möglich, die Lebens- und Wohnbedingungen auf die individuellen Bedürfnisse einzustellen, sondern über effiziente – weitgehend autonome – Gerätesteuerung u.a.  Energie und damit Geld zu sparen. Im industriellen Umfeld kann auf diese Weise die Sicherheit deutlich erhöht werden.

Die Technologie
Das Vorhaben basiert auf der weitgehenden Nutzung von Internet-Technologien im Umfeld der Heim-, Büro und Industrieautomatisierung. Bisherige Ansätze in diesen Bereichen sind zahlreich, jedoch häufig proprietär und nicht von größeren Markterfolgen gekennzeichnet. Das Projekt kombiniert daher marktübliche Standards wie Wi-Fi, Bluetooth oder Ethernet mit Technologien aus dem Umfeld drahtloser Sensor- und Aktuatornetze (z. B. IEEE 802.15.4, ZigBee, SensorML) unter Ausnutzung vorhandener Internet-Entwicklungen. Die verschiedenen Technologien werden über IP gekoppelt und über Gatewayknoten kann auf Funktionen und Dienste des Gesamtnetzes zugegriffen werden (z. B. über Web Services). Die Einführung von „Trusted Computing“ Konzepten und einer „home certification authority“ stellt hierbei sicher, dass unerlaubte Zugriffe erkannt und verhindert werden. 

Europäische Partner im Rahmen von CELTIC:
  • Ginkgo Networks, Frankreich
  • France Telecom, Frankreich
  • LIP6 - Pierre & Marie Curie University, Frankreich
  • Sony-Ericsson, Schweden
  • Lund University, Schweden

 

Fördervolumen

3.096.034,00 € (nur D)

Projekte

4 Vorhaben, davon 2 Industrieunternehmen, 1 Forschungsinstitut, 1 Hochschule

Übersicht

Laufzeit

01.10.2008 - 30.09.2010

Forschungsthemen

  • Internet-Technologien für Heim-, Büro und Industrieautomatisierung
  • Kombination geeigneter Standards (Wi-Fi, Bluetooth oder Ethernet) 
  • Dienste und Zugriff über Internet
  • Sicherheitskonzepte

Ansprechpartner

  • Dr. Bernd Vaupel

    • Telefonnummer: 02203 601-3860
    • E-Mail-Adresse: Bernd.Vaupel@dlr.de